Raumluft

Krank durch "Wohngifte"?

Oft lauert die Gefahr in den eigenen vier Wänden


Die schleichende Umweltvergiftung nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an. Nicht einmal zu Hause bleiben wir von Umweltgiften verschont, die unsere Gesundheit beeinträchtigen. Ein Beispiel von vielen: Frau Herta B. aus Regensburg litt seit vielen Jahren an immer wiederkehrenden Kopfschmerzen, Schlafstörungen und innerer Unruhe. Häufig wachte sie morgens mit Brechreiz auf und bemerkte zudem, dass ihr Gedächtnis mehr und mehr nachließ. Kein Arzt konnte helfen, Schmerzmittel brachten nur kurzfristige Linderung. Der Ratschlag, eine Raumluftanalyse durchführen zu lassen, förderte Erstaunliches zu Tage: PCP (Pentachlorphenol) aus der Deckenverkleidung, Formaldehyd aus dem Wohnzimmerschrank und Lösungsmittel aus dem Teppichboden. Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen ging es Frau B. sehr schnell besser, und nach wenigen Monaten war sie medikamenten- und beschwerdefrei.

Im Alltag kommt der Bewohner eines Industriestaats mit ca. 50.000 Gebrauchschemikalien, 1.500 Pflanzenschutzmitteln und 3.000 Konservierungsstoffen in Kontakt. Schadstoffe aus Möbeln, Teppichen, Leder und Textilien, aus Baustoffen und Holzverkleidungen können zu außergewöhnlichen, gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Im Vordergrund stehen Allergien und eine starke Zunahme der Infektanfälligkeit. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, aber auch Reizbarkeit und Depressionen, Atemnot und Ausschläge aller Art können auf versteckte Wohnraumgifte zurückgeführt werden.

Für viele Menschen sind Wohnraumgifte nicht wahrnehmbar und wirken sich auch nicht sofort negativ aus. Die große Gefahr besteht darin, dass Wohngifte die Selbstheilungskräfte des Körpers stark beeinträchtigen. Die Folgen können dann vorzeitige Alterungsprozesse, degenerative Erkrankungen und Schädigungen der Immunabwehr sein. Die Immunabwehr hilft dem Organismus, Bakterien, Viren und Krebszellen zu vernichten.
Dies erklärt auch, dass nicht zwangsläufig alle Menschen auf Wohngifte gleich reagieren. Nur derjenige, dessen Körper nicht mehr gegenregulieren kann, wird am „schwächsten“ Organ Symptome zeigen.
Um den Wohngiften auf die Spur zu kommen bieten wir Ihnen verschiedene Untersuchungen an: die Raumstaubuntersuchung, die Raumluftuntersuchung und eine Pilzsporenbestimmung. Erfahrungsgemäß werden die meisten problematischen Substanzen bei einer Raumstaubanalyse gefunden. Hier wird nach mittel- bis schwerflüchtigen Substanzen gefahndet, die aus der Luft sich an Staub binden und dadurch konzentrieren. Typische Substanzen dieser Gewichtsklasse sind Pestizide, Weichmacher und Holzschutzmittel.
Das Verfahren ist einfach, da der Staub mit einem normalen Staubsauger gesammelt werden kann. Eine genaue Anweisung zur Probenentnahme erhalten Sie bei uns in der Apotheke. Führt die Raumstaubanalyse zu keinem Ergebnis oder deuten andere Umstände auf eine leichtflüchtige Substanz hin, so ist die Raumluftanalyse die richtige Untersuchung. Hier sucht man unter anderem nach Aldehyden (z.B. Formaldehyd), organischen Lösemitteln (aus Farben, Klebstoffen, chemischen Reinigungen), Kunststoffbestandteilen und Pestiziden. Der Clou dieser Untersuchung ist, dass nicht, wie häufig bei ähnlichen Untersuchungen, vorher festgelegt ist, nach welchen Stoffen gesucht wird. Hier werden die fünf organischen Substanzen identifiziert, die in der Probe in der höchsten Konzentration enthalten sind. Das Verfahren ist ebenfalls einfach: Sie bekommen von uns eine Pumpe ausgehändigt, die eine genau gemessene Menge Luft durch Filterröhrchen saugt. Diese Filterröhrchen werden dann aufbereitet und man kann die Konzentration in der Luft daraus bestimmen. Aber selbstverständlich gibt es auch zu dieser Untersuchung eine genaue Anleitung von uns. Eine spezielle Untersuchung der Luft ist die Untersuchung auf Pilzsporen. Bei feuchten, schlecht gelüfteten Bereichen wie zum Beispiel hinter Verkleidungen kann sich Schimmelpilz hervorragend ausbreiten, ohne dass er sichtbar wird. Die Pilzsporen verbreiten sich durch die Luft und können zu allergischen Reaktionen führen. Zur Untersuchung wird die Pumpe mit einem speziellen Filter versehen, aus dem dann die Pilze bestimmt werden. Sollten Sie zu diesem Thema Fragen haben oder ausführlichere Informationen wünschen, sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gerne.

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