Wasser
Die Grundanalyse
Sie enthält folgende Untersuchungsparameter:
Der pH-Wert
ist ein Maß für den „Säuregehalt“. Er wird in Zahlen von 1-14 angegeben. Neutrales Wasser hat einen pH-Wert von 7; die sauren Wässer liegen bei pH-Werten unter 7; sogenannte alkalische Wässer haben pH-Werte über 7-14. Der pH-Wert beeinflusst unter bestimmten Voraussetzungen Korrosionserscheinungen.
Die Wasserhärte
ist ein Maß für den Gehalt an gelösten Calcium- und Magnesiumsalzen. Sie wird in dH (Grad deutscher Härte) angegeben und gibt Aufschluss über die Belastung wasserführender Geräte wie z.B. Durchlauferhitzer und Waschmaschinen. Bei Letzteren kann über die Wasserhärte die notwendige Waschmittelmenge festgestellt werden.
Die Leitfähigkeit
ist ein Wert, der den Gesamtgehalt eines Wassers an gelösten Salzen beschreibt. Durch erhöhte Salzgehalte (insbesondere Chloride und Sulfate) können Korrosionswirkungen an Metall-Leitungen hervorgerufen werden. Außerdem sollte ein Wasser mit hoher Leitfähigkeit nicht als Gießwasser verwendet werden, da es zu einer Versalzung des Bodens führen kann. Besonders empfindlich sind Beerenpflanzen und Obstbäume.
Der Chloridwert
entscheidet über die Geschmacksbeeinträchtigung und die Eignung zur Pflanzenbewässerung. Außerdem begünstigen erhöhte Chloridgehalte die Korrosion von Eisen, Aluminium und Beton. In Bezug auf Schwimmbadwasser muss der Chloridgehalt ausreichend hoch sein, um dieses keimfrei zu halten und niedrig genug, um Reizungen der Schleimhäute zu vermeiden.
Der Nitratwert
als Belastungswert schlechthin entscheidet wesentlich über die Eignung als Trinkwasser. Nitrat selber ist in den vorkommenden Konzentrationen relativ unbedenklich; jedoch kann Nitrat sowohl außerhalb des Körpers als auch im Körper durch Bakterien zu Nitrit umgewandelt werden. Nitrit stellt die eigentlich giftige Form von Nitrat dar.
Wasser zur Bereitung von Babynahrung sollte nicht mehr als 10mg Nitrat pro Liter aufweisen. Besonders in Gebieten mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung können durch Stickstoffdüngung erhöhte Nitratwerte auftreten.
Der Nitritwert
gibt an, wie viel Nitrat schon in die schädliche Wirkform überführt wurde. Dies geschieht entweder durch Bakterien oder durch chemische Umwandlungsprozesse in den Leitungen. So kann in den neu verlegten Zinkrohren durch die Sauerstoff verbrauchenden Wirkung des Zinks - besonders in den ersten Monaten, bevor sich eine Schutzschicht aufgebaut hat - verstärkt Nitrat zu Nitrit umgewandelt werden.
Im Körper oxidiert Nitrit den für den Sauerstofftransport zuständigen roten Blutfarbstoff Hämoglobin zu Methämoglobin, das wiederum den Sauerstoff so fest an sich bindet, dass dieser nicht mehr an die Körperzelle abgegeben werden kann. Ab einer bestimmten Nitritkonzentration im Blut kann es zum Erscheinungsbild der „Blausucht“ kommen, mit bläulicher Verfärbung von Lippen und Haut. Im Extremfall folgt eine innere Erstickung. Säuglinge bis zum 6. Monat sind besonders gefährdet.
Der Eisenwert
kann Korrosionserscheinungen aufzeigen und auf Fischgiftigkeit hinweisen.
Der Kupferwert
kann ebenfalls Korrosionserscheinungen aufdecken und muss bei der Säuglingsnahrung berücksichtigt werden.
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