Diabetes

Diabetiker! Denk an Deine Füße!

Menschen mit Diabetes müssen immer sorgfältig auf ihre Füße achten und selbst kleine Verletzungen sofort behandeln lassen. Denn bei Diabetikern besteht immer die Gefahr des "Diabetischen Fußes", der nicht erkannt und fachgerecht behandelt bis zur Amputation führen kann. In Deutschland müssen jährlich 25000 Amputationen bei Diabetikern durchgeführt werden.
Der Diabetes führt als Folgeerscheinung zur Neuropathie, einer Fehlfunktion der Nerven. Die Füße werden gefühllos und schmerzunempfindlich. Dadurch nimmt der Diabetiker Schmerzen in den Füßen, die durch Verletzungen, drückende Schuhe oder Entzündungen hervorgerufen werden, nicht mehr als Warnsignal des Körpers wahr und belastet den Fuß weiter. Kommt eine Durchblutungsstörung, auch eine Spätfolge des Diabetes, hinzu, sind die Folgen noch schlimmer und die Heilung noch langwieriger.
Entscheidend für die Vorsorge und Abheilung ist eine konsequente Druck-entlastung des Fußes. Ein zu hoher Druck an einer Stelle führt zum Absterben des darunter liegenden Gewebes und so zum Diabetischen Fuß.
Diese Druckverteilung unter den Füßen kann mit der Pedographie gemessen werden. Der Patient läuft hierbei über eine Messfläche, in die mehrere tausend elektronische Drucksensoren eingelassen sind. Aus deren Signalen errechnet ein Computer das Druckverteilungsmuster der Fußsohle, das farbig dargestellt wird. Belastet der Patient verschiedene Fußzonen nicht normal, was bei Diabetikern oft vorkommt, ist das auf dem Messbild leicht zu erkennen. Das Druckverteilungsmuster erlaubt damit auch Rückschlüsse auf eine eventuelle Neuropathie.

Ganz besonders auf Reisen! In der beginnenden Reisezeit sollten Sie unbedingt an Ihre Füße denken. Ganz gleich, ob Sie am Strand Erholung suchen, in den Bergen wandern möchten oder gar eine Fernreise planen: Ihre Füße wollen auch im Urlaub gepflegt werden und brauchen besondere Aufmerksamkeit.
Barfuß? Nein! Auf Reisen, wo buchstäblich der alltägliche, gewohnte Trott fehlt, drohen den Füßen viele Gefahren. Von innen von außen. Innere Risiken sind gegeben,

  • wenn sich im Rahmen der diabetischen Nervenerkrankung (Neuropathie) Gefühlsstörungen in den Füßen entwickeln,
  • wenn sich Durchblutungsstörungen entwickeln,
  • wenn beide Störungen vorliegen.

Äußere Gefahren drohen, wenn Sie sich an den Füßen verletzten (zum Beispiel durch Hitze oder Druck) oder wenn sich die Füße entzünden (zum Beispiel durch Pilzbefall oder Wundentzündungen)

"Innere Risiken" drohen um so mehr, je länger ein Betroffener Diabetes hat, schlecht eingestellt ist oder raucht; je älter man wird, um so bedrohlicher sind diese Risiken für die Füße.
"Äußere Risiken" drohen in jedem Lebensalter, jeden Tag, bei jeder Gelegenheit, zu jeder Jahreszeit, vor allem auch im Urlaub. Diabetiker sollten deshalb auf Reisen grundsätzlich

  • nie barfuß laufen
  • auch im Freibad Badeschuhe tragen (natürlich nicht beim schwimmen)
  • Sonnenbrand an den Füßen vermeiden.

"...beim Wa-ha-ha-ha-handern, beim Wandern..." Im Urlaub ist das richtige Schuhwerk besonders wichtig, zum Beispiel beim Laufen, Radfahren und Wandern. Denken Sie beim Schuhkauf daran — vor allem bei Wander- , Sport- und Turnschuhen:

  • Schuhe immer nachmittags ausprobieren und kaufen, da die Füße dann etwas dicker sind;
  • Schuhe müssen ohne Druck gut passen;
  • Schuhe zunächst nur stundenweise eintragen;
  • Mit dem Einlaufen schon vor dem Urlaub beginnen;
  • Nur gut eingelaufene Schuhe (und Ersatzschuhe) in den Urlaub mitnehmen.

Fußpflege wie gewohnt - auch im Urlaub

Natürlich gelten auch im Urlaub die Empfehlungen zur Vorbeugung durch eine richtige Fußpflege: Kontrollieren Sie täglich sorgfältig Ihre Füße ! Und sollte es trotz allem einmal im Urlaub zu Entzündungen, Verletzungen oder anderen Problemen mit den Füßen kommen, dann nehmen Sie bitte sofort ärztliche Hilfe in Anspruch.


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