Wasser
Die richtige Probenentnahme!
Die richtige Entnahme der Proben bildet die Voraussetzung für die einwandfreie Untersuchung eines Wassers.
Die zu entnehmende Probenmenge richtet sich nach dem vorgesehenen Untersuchungsumfang. Geeignete Gefäße für die Probenentnahme sind Glasflaschen (z.B. Mineralwasserflaschen) oder Kunststoffgefäße (dickwandige PE- oder PP-Flaschen). Ungeeignete Gefäße sind Fruchtsaftflaschen, Marmeladengläser o.Ä.. Die Wasserprobe darf auf keinen Fall nach dem ursprünglichen Inhalt riechen.
Probenentnahmen von Grundwasser über Handpumpen, Druckpumpen o.Ä., um die allgemeine Wasserbeschaffenheit zu testen, werden wie folgt durchgeführt:
Das abgestandene und meist wärmere Wasser lässt man mind. 5 Minuten lang abfließen. Das Probenentnahmegefäß wird – mit Deckel - mehrmals mit dem zu untersuchenden Wasser gespült und nach Befüllen sofort gut verschlossen.
Es ist beim Befüllen darauf zu achten, dass ein mäßig starker, nicht spritzender Strahl direkt in das Probegefäß geführt wird. Eine Berührung des Wassers mit der Hand muss unterbleiben. Die Verwendung von Schläuchen, Trichtern und dergleichen sollte wegen der Kontaminationsgefahr vermieden werden.
Sollen aus Leitungsrohren aufgenommene Stoffe eines Wassers bestimmt werden (z.B. Kupfer, Eisen, Blei), so sind die nach längerem Stehen (24 Stunden) dieses Wassers in den Leitungen ausfließenden ersten Anteile zu sammeln.
Bei Probeentnahmen aus Seen, Behältern, Brunnen, Badebecken etc. wird das gespülte Gefäß zweckmäßigerweise mit der Öffnung nach unten in das Wasser eingetaucht und in ca. 30cm Tiefe gedreht, so dass die Luft entweichen und die Probe hineinfließen kann. Wenn vorhanden, möglichst kein Bodensediment aufwühlen. Frei schwimmende Algen und andere Wasserpflanzen werden mit einem Kunststoffsieb zurückgehalten.
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