Gesundheitsinformationen
Balsam für die Seele
Johanniskraut, Baldrian oder Hopfen – bewährte Naturheilmittel gegen Schlafstörungen, Stimmungstiefs und Nervenstress.
Das moderne Leben fordert einen immer höheren Tribut von uns Menschen. Beruflicher Stress, familiäre Belastungen, sowie Alltagssorgen treffen auf einen sich scheinbar immer schneller drehenden Alltag. Die Anforderungen an den Einzelnen wachsen ins Unendliche. Ruhe und Erholung bleiben auf der Strecke.
Die Folge: Nachts wälzt man sich schlaflos mit Gedanken über den vergangenen Tag im Bett; morgens fühlt man sich lustlos und schlapp. Der nächste Tag liegt wie ein unüberwindbarer Berg vor einem. Antriebslosigkeit und starke Stimmungsschwankungen prägen den Alltag der Betroffenen.
Wer kennt dies nicht?
Hier helfen Arzneimittel aus der Natur. Sie werden schon seit vielen Jahren angewendet und haben ihre Wirkung eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Gleichzeitig sind sie in der Regel gut verträglich.
Wichtig ist, die einzelnen Pflanzen richtig einzusetzen. Häufig werden hier Fehler gemacht. Es gibt Unterschiede in der Wirkung der einzelnen Pflanzen, die im Folgenden näher dargestellt werden.
Johanniskraut gegen Stimmungstiefs
Obgleich es zu den ältesten Heilmittel gehört (alte Bezeichnungen: Herrgottsblut, Walpurgiskraut, Hexenkraut), war das Johanniskraut noch vor wenigen Jahrzehnten in der Allgemeinmedizin kaum bekannt. Erst seit Ende der 80er Jahre kam es zu einer fast einzigartigen Renaissance. Heute ist es das am meisten verordnete pflanzlichen Arzneimittel gegen depressive Verstimmungen.
Die Pflanze stammt aus Osteuropa und Asien.
Johanniskraut wird in Tees, Tropfen oder Kapseln angewendet. Wichtig ist, dass ein Gesamtextrakt der Pflanze als Grundlage dient. Denn der Wirkstoff Hypericin ist nur in Kombination mit den anderen Pflanzeninhaltsstoffen wirksam.
Zu beachten gilt, dass Johanniskraut erst nach ca. 3 – 4 Wochen seine volle Wirkung entfaltet.
Fühlen sie sich müde und schwunglos, verspüren Sie keine Freude an vielem, leiden Sie unter schlechter Stimmung ? Dann kann Ihnen Johanniskraut helfen.
Während der Anwendung von Johanniskrautpräparaten sollten Sonnenbäder vermieden werden, da es sonst zu Hautreaktionen kommen kann. Sinnvoll ist hier der Einsatz von Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 20), will man trotzdem in die Sonne. Neueste Untersuchungen zeigen, dass Johanniskraut die Wirkung einiger Arzneimittel verändern kann. Fragen Sie daher bei Erwerb eines Johanniskrautproduktes nach möglichen Wechselwirkungen mit Ihren Arzneimitteln.
Besser Schlafen mit Baldrian und Co.
Mir geht das auf die Nerven! Diese geflügelten Worte drücken sehr gut aus, wenn Baldrian ins Spiel kommen sollte. Stress, Ärger und Ruhelosigkeit können die Nerven belasten. Dauert dieser Zustand längere Zeit an, können verschiedene Probleme entstehen. Beispiele sind nervös bedingte Magen- und Darmprobleme, Unruhe und Einschlafstörrungen.
Das Thema Schlaf, bzw. gerade das Unvermögen zu Schlafen, beschäftigt viele. Eines gilt es aber zu bedenken: Der Bedarf an Schlaf nimmt bis ins hohe Alter hinein ab. So beklagen insbesondere ältere Menschen Schlafstörungen, die gar keine sind. Neugeborene schlafen bis zu 16 Stunden pro Tag, Schulkinder noch etwa 10 Stunden und mit zunehmenden Alter sinkt die Schlafdauer auf 4-6 Stunden. Ein typisches Merkmal bei alten Menschen ist die Neigung am Tag zu schlafen, da die Tageseinteilung des Arbeitsleben weggefallen ist. Diese Stunden werden dann nachts nicht mehr gebraucht.
- Häufig können hier auch einfache Maßnahmen helfen. So sollte man früh aufstehen und tagsüber auf Schlaf verzichten.
- Vermeidung von Kaffee Tee oder schwer
- verdaubare Speisen am Nachmittag.
- Vermeidung zu warmer oder kalter Schlafräume
- Vermeidung von Lärm (Ohrstöpsel)
- Abends keine aufregenden Fernsehfilme ansehen
- Nicht sich zum Schlaf zwingen !
Auch nicht ängstlich auf den Schlaf warten. Braucht der Organismus Schlaf, wird auch geschlafen. Kommt der Schlaf nicht, hat der Körper trotzdem geruht !
Pflanzliche Schlafmittel können ebenfalls helfen. Gerade wenn Schlafstörung nervös bedingt sind. In vielen Präparaten finden sich Pflanzengemische. So beruhigen neben Baldrian auch Melisse, Hopfen und Passionsblume.
Die Verwendung der Passionsblume als Arzneimittel geht auf die indianische Volksmedizin zurück. Der Name rührt daher, dass man in den Blütenorganen die Marterwerkzeuge von Jesus, wie Nägel oder Dornenkrone, zu sehen meinte. Daher wurde diese Pflanze auch Passions(= Leiden)blume genannt.
Eines ist diesen Pflanzen gemeinsam. Sie sind sehr verträglich und machen auch bei längerfristigen Verbrauch nicht abhängig. Wichtig ist die richtige Einnahme. Nur Abends auf der Bettkante eine Tablette ist zuwenig. Pflanzliche Schlafmittel sollten 3 mal täglich eingenommen werden, um eine ausreichende Wirkung zu erzielen. Keine Angst, sie machen tagsüber nicht müde. Das liegt daran, dass sie nur die Nerven beruhigen, aber nicht wie andere Schlafmittel den Schlaf-Wach-Rhythmus des Menschen verändern.
Die richtige Anwendung dieser Arzneipflanzen kann in vielen Fällen helfen. In welchen erklären wir Ihnen gerne bei uns in der Apotheke. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
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